Und dann kommt der Montag
In Teil 1 stand die Strategie, in Teil 2 der Redaktionsplan. Beides liegt vor, beides ist gut. Und trotzdem passiert danach in vielen Unternehmen – nichts. Nicht aus Unwillen, sondern weil Content Marketing bei Menschen liegt, die daneben einen anderen Job haben. Wer das nicht einplant, hat eine Strategie und keine Inhalte.
Der Hebel liegt nicht in mehr Druck, sondern in Befähigung: Wer versteht, warum etwas gemacht wird, und wer ein Werkzeug hat, das ihm die Hürde nimmt, liefert. Wer nur eine Deadline bekommt, liefert einmal.
Was wir selbst gelernt haben
Wir haben das am eigenen Haus erlebt. 2009 wurde die klassische Werbeagentur diffrent design gmbh ins Handelsregister eingetragen, spezialisiert auf Corporate Identity. Mit der Digitalisierung standen wir vor denselben Fragen wie unsere Kundschaft – und begannen unseren eigenen Change. Erst mit internen Workshops und einem gemeinsamen Verständnis dafür, warum wir das tun, begann das Team, Inhalte selbstverständlich mitzutragen. Vorher waren wir auf denselben Kanälen präsent und trotzdem unsichtbar.
Rückblickend war unser grösster Fehler ein anderer: Wir haben Corporate-Identity-Projekte abgeschlossen, ein Manual übergeben – und dann war Schluss. Beteiligt waren Geschäftsleitung und Marketing, alle anderen erfuhren vom neuen Auftritt, als er fertig war. Eine Schulung im Umgang mit den Kommunikationsmitteln fand nie statt. Das ist bei kleineren und mittleren Betrieben nicht untypisch – und es ist der Grund, weshalb so viele Auftritte nach zwei Jahren wieder ausfransen.