Zwölf Massnahmen, kein Bild
Zähl einmal zusammen, was bei euch im Jahr an Kommunikation entsteht. Website, Newsletter, Messeauftritt, Social Media, Stelleninserate, Kundenevent, Geschäftsbericht. Jedes Stück ist von jemandem sorgfältig gemacht worden. Und trotzdem kommt regelmässig die Frage: Wofür steht ihr eigentlich? Das ist kein Qualitätsproblem, sondern ein Ordnungsproblem. Die Massnahmen sind über Jahre gewachsen, jede aus einem eigenen Anlass, jede mit eigener Logik. Was fehlt, ist nicht die nächste Massnahme, sondern der Zusammenhang zwischen denen, die es schon gibt.
Warum die alte Ordnung nicht mehr trägt
Früher liess sich das über die Unternehmenspersönlichkeit erklären (Corporate Identity): Design, Kommunikation und Verhalten, alle drei ausgerichtet auf einen Kern. Das Modell stimmt bis heute – es beschreibt nur nicht mehr, wo eine Marke tatsächlich entsteht. Denn der Eindruck entsteht heute an Berührungspunkten (Touchpoints), die niemand zentral steuert: in einer Google-Suche, in einem LinkedIn-Kommentar, in der Antwortzeit auf eine Mail, im Ton einer Absage an eine Bewerberin. Was nützt eine gute Markengeschichte am Anfang, wenn sie sich am dreissigsten Berührungspunkt nicht mehr erzählen lässt? Oder anders gesagt: im Kern steht die Unternehmenspersönlichkeit, die Brand Story beeinflusst die (Kern-)Themen. Über welche Themen lässt sich die Unternehmenspersönlichkeit vermitteln? Erst, wenn der Inhalt steht, lässt sich das Design definieren. Wir verstehen das Design als Unterstützung – sodass der Inhalt auch wirklich verstanden wird. Über die Touchpoints folgt die Wirkung. Wenn die Brand Story über alle Touchpoints erzählt wird, bleibt die Unternehmenspersönlichkeit in Erinnerung. So funktioniert auch unser Kommunikationssystem.
